Kriegsplan Teil 1

US-Kriegsplan für Europa und Russland
Original Artikel von Finian Cunningham 31. März 2014

aus dem Englischen übersetzt:

Die USA sind vorbereitet, Europa in einen Krieg mit Russland zu treiben, um Washingtons Hegemonie über die transatlantische Achse aufrechtzuerhalten.
Die Schlüsselprobleme sind die Verhütung, dass Russland und Europa engere Handels- und politische Verbindungen knüpfen - was vor allem auf den riesigen Handel mit Brennstoffe zurückzuführen ist; und zweitens das Überleben des US-Dollars als Reservewährung der Welt.

Diese Probleme sind so Fatal für die weitere US-Hegemonie, dass Washington bereit ist, Millionen Leben in einem Krieg zwischen Russland und seinen sogenannten transatlantischen "Alliierten" zu opfern.

Diese schockierende Enthüllung kommt von einem ehemaligen NATO-Kommandeur. 
Laut Christof Lehmann, Herausgeber der Nachrichten- und Analyse-Webseite nsnbc international 
wurde dem hohen europäischen Militär diese düstere Warnung von amerikanischen Kollegen in einer off-the-record-Unterhaltung gegeben.

Der europäische Kommandeur, jetzt im Ruhestand, hat diese Information Lehmann anvertraut, der sagt, dass die Spannungen bezüglich der Ukraine zwischen Russland und den Wetmächten mit dieser latenten amerikanischen Drohung übereinstimmen.
Die ursprüngliche Drohung wurde in den 80-er Jahren ausgesprochen, aber es gibt keinen Grund zu glauben, dass die US-Politik, einen Krieg in Europa zu entfachen, sich seither geändert hat. 
Und zwar deswegen, weil die strategische Überlegung für die US-kriegerische Logik noch dieselbe ist. 
Und die jüngsten Ereignisse in der Ukraine legen es sehr nahe, dass Washingtons destruktive Absichten noch auf dem Tisch liegen.

Lehmann: 
"In den frühen 80-er Jahren, berichtet ein europäischer hoher NATO-Admiral, dass amerikanische Kollegen im Pentagon ihm klar und deutlich gesagt haben, dass die USA und England nicht zögern würden, einen neuen europäischen Krieg zu schaffen, wenn sich eine Situation ergäbe, dass Europa und Russland, damals die UdSSR, engere Beziehungen herstellen würden."

Zentral für die amerikanische Begründung war, und ist es immer noch, die Frage der Energiebrennstoffe. Washington will nicht erleben, dass die europäische und russische Ökonomie in der vitalen Frage des Öl- und Gashandels, die Grundlage für ökonomische und soziale Entwicklung, übereinstimmen.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten seit Ende des Kalten Krieges zwischen dem US-geführten Westen und der ehemaligen SU, haben Europa und Russland eine erhebliche Angleichung ihrer Ökonomien erlebt - dank der enormen Öl- und Gasmengen, die von Moskau geliefert werden. 
Der Handel zwischen EU und Russland beträgt mehr als 1 Billion jährlich, zehnmal größer als der US-Russlandhandel.

Russland liefert nahezu ein Drittel von Europas totalem Verbrauch an Erdöl und Gas. 
In Deutschland, der größten europäischen Ökonomie, sind es 40 %. 
Mit den neuen Pipelines North Stream und der im Bau befindlichen South Stream wird die Rolle Russlands in den kommenden Jahrzehnten noch größer werden.

Lehmann fügt hinzu:
"Die US-Vorherrschaft in der Atlantik-Achse mit Westeuropa wird von dieser Entwicklung enger ökonomischer Bindungen zwischen Europa und Asien bedroht. 
Deutschland und die Republik Tschechien haben seit Ende des Kalten Krieges enge ökonomische und andere Beziehungen mit Russland entwickelt. 
Beide, zusammen mit Österreich und Italien, drängen auf noch engere Beziehungen mit Moskau."



Dieser Trend wurde von Washington immer als strategische Gefahr gesehen. 
Man kann sagen, dass der Kalte Krieg von 1945 bis 1990 bewusst von den USA entfacht wurde - als Bollwerk gegen eine natürliche Handelsintegration zwischen Europa und Russland, wegen dessen enormen Energiereserven und seiner geographischen Nähe.

Diese strategische Gefahr ist für die USA zweifach. 
Erstens würde eine enge Beziehung zwischen Moskau und Europa die Grundlage für die US-Militärrolle in der NATO beseitigen und damit ihren politischen Einfluss. 
Zweitens unterminiert der Energiehandel die Rolle des US-Dollars als Reservewährung. 
Dieser Schlüsselmarkt wird unausweichlich zur Verwendung des Euro/Rubel drängen, was der Todesstoß für die US-Finanz-Hegemonie wäre und damit das Ende der monströs verschuldeten US-Ökonomie.

Die US-Ökonomie steht schon am Rande des Bankrotts mit einer totalen Schuld von 17 Billionen Dollar.
Der US-Bankrott und die soziale Implosion sind eine Möglichkeit, die bisher nur aufgeschoben wird, weil der Dollar immer noch Standard-Währung im Energiehandel ist und de facto das Freiticket für die US-FED, weiterhin Geld zu drucken, weit über eine gesunde ökonomische Basis hinaus.

Lehmann:
"Die Entwicklung der russisch-europäischen Partnerschaft würde die USA politisch, kulturell und ökonomisch innerhalb von 25 Jahren isolieren. 
Es würde auch bedeuten, dass die USA zunehmend isoliert werden würden hinsichtlich ihrer strategischen Einkreisung von Russland und China. 
Der Dollar würde kollabieren."

Eine wichtige Anmerkung ist die heimtückische Rolle Englands. 
Wie der hohe NATO-Militär enthüllte, wurden die US-Kriegspläne für Europa von Britannien unterstützt. Einerseits wegen der historischen wechselseitigen Abhängigkeit des anglo-amerikanischen Kapitalismus und, wie Lehmann betont, "weil eine geschwächte atlantische Achse einen bedeutenden Verlust des britischen Einflusses über Deutschland und Frankreich mit sich bringen würde."

Das ist der Hintergrund, warum Washington versucht hat, die Ereignissen in der Ukraine eine Krise herbeizuführen. 
Washington hat eine Schlüsselrolle beim Regimewechsel gespielt, wodurch der Aufstieg einer nicht gewählten faschistischen Junta eintrat, die eine ernste Bedrohung für Russland darstellt.

Die Demagogen in Kiew haben offen von Terrorismus und Massenmord gegen Russland gesprochen und sind bereit, US-Raketen an ihrer Grenze zu Russland zu installieren.

Das Debakel hat zur schlimmsten diplomatischen Krise zwischen den europäischen Hauptstädten und Moskau seit Ende des Kalten Krieges geführt. 
Die Möglichkeit eines Krieges zwischen den Atom-Mächten ist im Moment gewichen, doch die Gefahr einer solchen Katastrophe bleibt.

An diesem Wochenende traf der russische Außenminister Sergej Lawrow den US-Kollegen John Kerry für dringende Gespräche in Paris. 
Wie berichtet, wollte Kerry das Treffen, um "die Spannungen zu mindern" 
Die Wirklichkeit ist, dass Washington alles getan hat, um den Konflikt anzufeuern, besonders zwischen Russland und Europa, aus eigensüchtigen strategischen Interessen. 
Das bedeutet auch, wenn es die manischen Pyromanen in Washington als notwendig ansehen, die Entfachung eines heißen Krieges in Europa herbeizuführen.