Gysis Kunst

"Während Gregor Gysi, der größte Entfesselungskünstler seit Harry Houdini, feierlich verspricht, “alles dafür (zu) tun, damit sich Auschwitz nie wiederholt”, was schon deswegen seine magischen Kräfte übersteigen dürfte, weil ein Verbrechen, das als singulär definiert wird, sich gar nicht wiederholen kann, sonst wäre es eben nicht singulär, geht ein anderes Mitglied seiner Selbsthilfegruppe noch weiter und behauptet, Migrantinnen und Migranten könnten per se keine Rassisten sein und falls doch, dann nur als Reaktion auf den Rassismus der Mehrheitsgesellschaft, deren “Zuschreibungen” sie übernehmen würden.

Das ist etwa so logisch wie die immer wieder aufgestellte Behauptung, Linke könnten keine Antisemiten sein, aber genau das richtige “soul food” für die depperten Erben der Firma Honecker, Mielke und Co., die immer noch nicht mitbekommen haben, dass sie längst in der BRDDR angekommen sind und sich für nichts mehr entschuldigen müssen, was sie bzw. deren Vorgänger verbrochen haben.

Wenn die maßgebliche Vordenkerin des amtlichen Antizionismus der DDR es geschafft hat, zur Leiterin des Tel Aviver Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung befördert zu werden, dann hat die Partei des real existierenden Antisemitismus ihre Vergangenheit viel effektiver bewältigt, als es die NSDAP je geschafft hätte, wäre sie nach 45 nicht versehentlich verboten worden."