Tabuthema Lehrergewalt

Tabu-Thema

Holger Strohm im Gespräch mit Jo Conrad über Lehrergewalt, über Kreislauf der Gewalt und die Tabuisierung in der Öffentlichkeit. Kinder verlieren die Lust am Lernen und erleiden tagtäglich psychische Qualen durch struckturell gesetzte Rahmenbedingungen.

Sich selbst entfremdete unselbstständige Arbeitskräfte sollen herangezüchtet werden. Die Verstöße gegen die Menschlichkeit werden von Schulleitern, Schulräten und Ministerialbeauftragten stillschweigend hingenomen von Kolleginnen und Kollegen gebilligt und von Eltern erduldet.

Buchtitel :
Lehrergewalt und strukturelle Gewalt an Schulen in der öffentlichen Diskussion« von Holger Strohm.

Es berichtete der Fernsehsender Sat 1 im Januar 2005 von einer Lehrerin, die einem Neun jährigen mit einem Stuhlbein zwei Schneidezähne ausgeschlagen hat.

Die ARD-Sendung „Fakt" berichtete im Januar 2000 von Lehrern, die ihre Schüler prügeln, sodass diese psychosomatisch erkrankten und Lernblockaden entwickelten.

Kurt Singer, Professor für Schulpsychologie und Didaktik, schreibt in seinen vielen Veröffentlichungen 
(„Die Würde des Schülers ist antastbar", „Kränkung und Kranksein", „Wenn die Schule krank macht", „Worte können töten", „Wenn Lehrer Kinder seelisch verletzen", usw.) 
über das Tabuthema der Misshandlung von Schülern.

Zusammenfassung / Stichworte / Tags:

Politische Diskussion
Wenn Schüler sich wohl fühlen, sind sie lernbegierig, denn sie haben den natürlichen Drang, sich und das Leben zu entdecken. Dass viele Schüler sich jedoch oftmals nicht wohl fühlen, haben Studien von Holger Strohm ergeben. Ihm zufolge leiden sie nämlich bis heute unter psychischer und körperlicher Gewalt von Seiten ihrer Lehrer. Ein Drittel der Zeit gehe dafür drauf, aggressive und unmotivierte Kinder zu bändigen. „Schüler werden in der Schule terrorisiert, traumatisiert, verängstigt, ihr Denken kanalisiert und uniformiert."
Eingeschüchterte Eltern wagen kaum für ihre Kinder einzustehen, ihnen droht all zu oft der Entzug der Kinder durch die Behörden. Selten erreichen Meldungen von Lehrergewalt die Öffentlichkeit. Alltägliches Mobbing von Lehrern und seelische Verletzungen an unseren Kinder sind Normalität. Die Frage, ob auf illegitime Gewalt von Lehrern ebenso reagiert werden soll wie auf Gewalt von Schülern, wird nicht gestellt.

Keine Lehrerin, kein Lehrer, kein Vertrauenslehrer oder Schulpsychologe, kein Ethik- oder Religionslehrer stellt sich auf die Seite der rechtlosen Kinder. Derart verdummt und retadiert werden Kinder an den Arbeitsprozess brutal angepasst. Gleichzeitig verkünden die Heuchler,dass die Schule zur Demokratie, Menschenachtung, Menschenwürde, Mündigkeit, Kritikfähigkeit und Selbstbestimmung erzieht. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall.

Dem entspricht, was ein Schulleiter schreibt:
„Eine Maßnahme, die Herabsetzung, Demütigung und Schmerz beinhaltet, kann gestörten Frieden nicht wiederherstellen. Sie stiftet selbst Unfrieden und löst Agressionen aus. Strafen, die das bewirken, bedeuten Krieg zwischen Erwachsenen und dem Kinde. Es werden Gräben aufgerissen, die sich kaum wieder zuschütten lassen. Gewalt als Erziehungsmittel löst das Erziehungsverhältnis auf."


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