Alte müssen gehen

Altenheim wird noch diese Woche durch Asylbewerber bezogen

Asylanten besser als ältere Deutsche die dafür ihr eben lang gearbeitet haben

RÖTHENBACH/PEGNITZ, LKR NÜRNBERGER LAND. 
Die Stimme des Volkes, sie wurde laut – aber nicht laut genug. 

In einem ehemaligen Röthenbacher Altenheim sollen noch diese Woche 100 Flüchtlinge einziehen (Wir berichteten bereits)

Zum entsetzen vieler Bürger wurde das Vorhaben nun durchgesetzt. 
Statt wie angekündigt 50 Asylbewerber hier unterbringen zu wollen, werden nun bis zu 100 erwartet. Die Senioren sind bereits ausgezogen.

„Nach Rücksprache mit dem Investor wird das bereits vertraglich gesicherte Objekt in Röthenbach von einer dezentralen Unterkunft zur Notunterkunft für Asylbewerber entwickelt“, heißt es in einer Pressemeldung des Landrats­amts. Kurz: Es wird reingepackt was geht. Weil die zentralen Unterkünfte in München und Zirndorf überfüllt sind, wurde der Landkreis Nürnberger Land mit einer Zwangsaufnahme belegt. Die Regierung fordert die Unterbringung von 100 Asylbewerbern. Diese sollen nun komplett im ehemaligen Altenheim Krone untergebracht werden. Dazu wurde das geplante Flüchtlingshaus mit 50 Plätzen nun in eine Notunterkunft umbenannt und kann damit doppelt so viele Menschen beherbergen.

Weil das ehemalige Altenheim bereits über alle sicherheitsrelevanten Aspekte wie beispielsweise den Brandschutz verfügt, ist es nahezu ideal für eine solche Nutzung. Seit 35 Jahren existierte das Alten – und Pflegeheim bereits im Röthenbacher Zentrum. Das „Haus Krone“ war früher ein beliebtes Lokal, in dem auch gefeiert wurde. Unter anderem trat hier Marianne Rosenberg auf. Direkt darüber befand sich die Praxis des Mediziners Dr. Littmann. Der bekannte Arzt baute das Haus 1979 in ein Pflegeheim um. Ende der 90er Jahre stand das Gebäude fast zwei Jahre lang leer bevor es von der „Laetitia AG“ wieder als Altenpflegeheim genutzt wurde. Doch nun ist damit Schluss. Der bisherige Betreiber, Günther Bieniek will sich der Presse gegenüber nicht weiter äußern. Es wird aber spekuliert, dass er sich zusammen mit seiner Frau Carmen, welche die Vorsitzende der Betreibergesellschaft Laetitia AG ist, zur Ruhe setzen will.

Senioren mussten ausziehen

Eigentlich plante Bieniek an einer Erweiterung seiner Einrichtung. 
Beim Landratsamt liegen bereits genehmigte Baupläne vor, wonach ein neuer Anbau eigentlich nun gestartet werden könnte. 
Doch dazu kommt es nun nicht mehr. 
Bieniek hat das Gebäude an eine private Betreibergesellschaft (ROWI) verkauft. 
Diese wiederrum ist weder für die Medien, noch für den Röthenbacher Bürgermeister Hacker zu sprechen. „Wir haben von Rowi keine Informationen bekommen. Unter einem seriösen, sachlichen, guten Umgang stelle ich mir etwas anderes vor“, so der Rathauschef. Im Zeitalter des demographischen Wandels, sind Pflegeheime sicherlich wichtig und auch wirtschaftlich nicht immer uninteressant. Jedes siebte Pflegeheim in Deutschland ist einer Untersuchung zufolge jedoch von der Pleite bedroht. Schuld sind unter anderem überalterte Immobilien, zunehmender Wettbewerb, Lohnkostensteigerungen und mangelnde Managementkompetenz.

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