Aus Braun mach Grün!

Aus Braun mach Grün! 
Die Gesetzesinitiative der Grünen zur Kennzeichnung israelischer Produkte aus dem Westjordanland, wirft ein Schlaglicht auf die Rolle ehemaliger Nazis bei der Gründung der Partei.



Nachdem letztes Jahr starke Ähnlichkeiten zwischen einer Initiative der NPD zur Abgrenzung israelischer Produkte und einer Initiative der Grünen (mit selbigem Ziel) offenbart wurden, wiesen Kritiker auf die braune Vergangenheit einiger Gründungspersönlichkeiten der Grünen hin.

Folgende (ehemalige) Nazis spielten bei der Gründung der Grünen eine wichtige Rolle:

Werner Vogel
Vogel war in der Zeit des Nationalsozialismus bereits sehr früh ein aktives Mitglied der SA und wurde 1938 auch Mitglied der NSDAP. Im gleichen Jahr kam Vogel als Beamter ins Berliner Reichsministerium des Inneren.
1983 zogen die Grünen mit Vogel in den Bundestag ein. Bevor ihm jedoch die Ehre zuteil wurde, die Eröffnungsrede und damit die erste „grüne Rede" im Deutschen Bundestag überhaupt zu halten, wurde Werner Vogels NS-Vergangenheit bekannt. Er trat zurück.
Prekär für die Grünen war, dass Vogel seine Vergangenheit durchaus nicht verschwiegen hatte. Vogel hatte sich bereits 1981 auf einer Klausurtagung dem NRW-Landesvorstand offenbart und Auskunft über seinen Lebensweg einschließlich der Mitgliedschaften in SA und NSDAP gegeben.

August Haußleiter
Auch August Haußleiter war bei der Gründung der Grünen mit von der Partie. Haußleiter veröffentlichte 1942 das NS-Propagandabuch „An der mittleren Ostfront". Zudem soll er nach dem Krieg in Westdeutschland antiamerikanische und antijüdische Gesinnungen geschürt haben.

Baldur Springmann
„Baldur Springmann, ein ehemaliges SA-Mitglied, spielte ebenfalls eine wichtige Rolle in der Entstehungsphase der deutschen Grünen. Er verließ die Partei 1980," schreibt Heplev.

In Wikipedia heißt es: „Baldur Springmann war ein deutscher ökologischer Landwirt, Publizist und Politiker des rechtsextremen Spektrums mit völkischem Hintergrund... 
Zudem war er Mitglied der SA bis März 1934, der SS und ab 1939/40 der NSDAP mit der Mitgliedsnummer 7433874."

Henning Eichberg
Auch Henning Eichberg, ein deutscher Rechtsextremer, spielte 1979 eine wichtige Rolle bei der Gründung der Grünen in Baden-Württemberg, obwohl er sich entschied ihnen nicht beizutreten.

Zur Rolle ehemaliger Nazis bei der Gründung der Grünen, schrieb Michael Schroeren, Sprecher der Partei im Bundestag, der Post per E-Mail, solche Vorwürfe seien absurd und Anfragen dieser Art führten nirgendwohin.