Verheerende Folgen

Viele Deutsche schreien der AfD in den Arsch.
Die AfD, die Partei die Deutschland isolieren möchte - was der normale Germane nicht erkennt.
Mit ihren EURO- Parolen und der Stimmungsmache gegen ein Vereintes Europa treffen sie genau den Nerv derer für die der Euro lediglich das Stück Papier ist womit sie ihr Brot bezahlen.
Ergo: Denn Menschen die in ihrem Schrebergarten sitzen, viel meckern, aber keinerlei Hintergrundwissen haben. Die 60% der Deutschen die bis heute nicht den Unterschied zwischen Europa , EU und Euro kennen. Für die das alles gas gleiche ist. Die Menschen die keine Ahnung von Im.- & Esportgeschäften, Zoll, Länderübergreifendem Handel haben weil deren Orangen ja von Edeka kommen!

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Hier der zweite Teil des FOCUS Interviews mit Theo Waigel
Zum ersten Teil geht es hier: TRAUMTÄNZER

FOCUS Online:
Das Bundesverfassungsgericht hat sich mit der europäischen Finanzkrise befasst. Im Zentrum steht dabei die Politik der Europäischen Zentralbank, in breitem Stil Staatsanleihen aufzukaufen. Erwarten Sie, dass das Urteil für den eingeschlagenen Kurs Probleme bereitet?

Waigel:
Bisher hat sich die Europäische Zentralbank an ihr Mandat gehalten. Sie hat diese Ankäufe nur auf dem Sekundärmarkt getätigt, um die Geldmarktpolitik im Euro-Raum zu gewährleisten. Sie hat ihre Bilanz mittlerweile wieder reduziert. Außerdem: Ich bin sicher, dass das Bundesverfassungsgericht auch berücksichtigt, dass die Bundesbank in den Krisenjahren 1992 und 1993 große Summen investiert hat, um das englische Pfund und den französischen Franc im europäischen Währungssystem zu halten. Beim Franc ist dies 1993 gelungen, beim Pfund 1992 nicht. Das ist ein Trauma für Maggie Thatcher, unter dem die Briten heute noch leiden.

FOCUS Online:
Der frühere Verfassungsrichter Udo die Fabio hat laut darüber nachgedacht, dass Austrittsmöglichkeiten aus dem Euro in Betracht gezogen werden müssten. Haben Sie Sorge, dass der Euro auf Dauer in seiner jetzigen Form nicht zu halten ist?

Waigel:
Ich gehe eher davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren einige Länder dem Euro beitreten werden, wie zum Beispiel Litauen. Vor Ländern dieser Art, die sich unendlich viel Mühe geben, um finanzielle Solidität zu erreichen, hätte ich keine Angst. Wenn ein Land austreten möchte, wird es von niemandem daran gehindert werden, auch wenn ein Austritt in den Verträgen bislang nicht vorgesehen ist. Langfristig halte ich es für sinnvoll, über ein geordnetes staatliches Insolvenzverfahren nachzudenken. Dies kann aber erst geschehen, wenn die Krise vorüber ist.

FOCUS Online:
Halten Sie es für denkbar, dass in Deutschland ernsthaft über einen Austritt debattiert wird?

Waigel:
Nein, Deutschland kann nicht ernsthaft über den Austritt aus dem Euro nachdenken. Das hätte nämlich verheerende Folgen. Man muss sich nur an 1995 erinnern. Damals hatte die Aufwertung der D-Mark extrem negative Folgen für die Wirtschaft und für die Finanzpolitik. Ganz abgesehen davon, dass es für Deutschland politisch eine Katastrophe wäre, denn es würde zur Isolierung Deutschlands in Europa führen.

FOCUS Online:
Angela Merkel und François Hollande haben vorgeschlagen, dass es einen hauptamtlichen Eurogruppen-Chef geben soll. Was halten Sie von dieser Idee?

Waigel:
Die Arbeit, die anstand und die in absehbarer Zeit zu leisten ist, kann einen Mann oder eine Frau sicher voll in Anspruch nehmen. In der Vergangenheit hat Jean-Claude Juncker diese Arbeit mit Bravour erledigt. Man kann darüber diskutieren, ob man dieses Modell verändern sollte. Aber dazu müssen die anderen Euro-Staaten Stellung nehmen. Für zwingend halte ich eine solche Position nicht.

FOCUS Online:
Wenn jemand in dieser Rolle Durchschlagkraft haben sollte, welche Kompetenzen müsste er dann haben?

Waigel:
Entscheidend wäre vor allem, dass es sich um eine Persönlichkeit handelt, die nicht nur fachlich versiert ist, sondern vor allem international Autorität genießt.

FOCUS Online:
Der Euro verdankt Ihnen seinen Namen. Wie war das genau?

Waigel:
Ich habe den Namen vorgeschlagen und auf dem Europäischen Rat 1995 in Madrid durchgesetzt. Mit dem Begriff Ecu konnte ich nichts anfangen und ich war fest überzeugt, dass es den meisten Deutschen so gehen würde. Andere Namen wie Franken oder Taler stießen irgendwo auf Widerstand, während Euro von allen akzeptiert werden konnte. Das kann jeder in seiner Sprache aussprechen und hat außerdem mit Europa zu tun.