Das Merkel



Mutter Angela vs. Die Königin der Schlepper

Auch in Deutschland sind gerade Millionen Menschen auf der Flucht - weg vom gleichgeschalteten Einheitsmüll herkömmlicher Massenmedien, hin zu unabhängigen journalistischen Alternativen. Egal ob FAZ, Spiegel oder Süddeutsche. In den Chefredaktionen dieser Republik fragt man sich inzwischen täglich: Wo sind bloß unsere Leser abgeblieben? Die Antwort lieferte vor kurzen die Otto-Brenner-Studie "Querfront". So wird die publizistische Gegenöffentlichkeit im Land genannt, die immer mehr Deutsche anzieht.

Weil sie empört sind und mehr wissen wollen. Der absolute Star unter den neuen »Anti-Lügenpresse-Medien« ist das Nachrichtenmagazin Compact. Schnell wird klar warum das so ist. Ein Blick auf den aktuellen „Spiegel“ Titel genügt. Während die Volksseele vor Wut kocht, traut sich die "Bildzeitung für Abiturienten", wie manche den Spiegel mittlerweile nennen, die Bundeskanzlerin doch tatsächlich als „Mutter Angela“ darzustellen. Auch Compact hat Merkel in seiner aktuellen Ausgabe auf dem Cover, allerdings nicht als verklärte Heilige, sondern als „Die Königin der Schepper“. Titel und Zielgruppen beider Magazine könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der Spiegel notorische Lügen ins kunterbunte, verkappte Gutmenschbürgertum verkauft, wendet sich Compact an die aufgeklärten, kritischen Bürger der Neuzeit und schockt mit ehrlichen, unabhängigen Journalismus, der ungeschönte Fakten präsentiert und der Begrifflichkeiten wie "Political Correctness" völlig ignoriert. Ein Auszug aus der aktuellen Compact 10/2015 verdeutlicht warum klassische Medien immer mehr auf dem Rückzug sind und in den nächsten Jahren ganz verschwunden sein werden.

Angela Merkel ist die Ikone für Millionen, die sich jetzt nach Deutschland auf den Weg gemacht haben. Mit unverantwortlichen Versprechungen lockt sie Menschen aus allen Kontinente in das vermeintliche Schlaraffenland Alemania. Der große Volksaustausch hat begonnen.

Plötzlich waren sie da, die Merkel-Poster: Anfang September tauchten sie zum ersten Mal vor dem Hauptbahnhof in Budapest auf, angeblich von Syrern getragen. Dann sah man sie bei den Marschkolonnen auf den Autobahnen. Großformatig. Im Laserdruck hergestellt. Haben die findigen Fachkräfte sie selbst produziert? Oder wer hat sie ihnen in die Hand gedrückt?

Schnell verbreitete sich die Heiligenbildchen auch über Facebook und Twitter. Die Kanzlerin wurde als „mitfühlende Mutter“ oder als „Heilige“ betitelt, „Wir lieben Dich“ stand bei einigen auf arabisch drunter. „Das ist auch eine Spitze in Richtung des syrischen Regimes, dessen Anhänger mit diesem Satz Bilder des Gewaltherrschers Baschar al Assad beschrifteten“, freute sich die Frankfurter Allgemeine. Aber nicht nur in Damaskus, so wird suggeriert, ist die deutsche Regierungschefin zur heimlichen Führerin der Opposition aufgestiegen – auch aus Bagdad sah man Poster mit ihrem Konterfei unter der Überschrift „The Iraqi People Thanks You.“ Die Welt berichtete flankierend: „Angela Merkel gilt zwischen Euphrat und Tigris als Beispiel für gute Regierungsführung.“ Und: „Demonstranten in Bagdad drohen mit der Ausreise, wenn sich in ihrem Land nichts ändert.“ Man fühlt sich an den Herbst 1989 erinnert, als DDR-Bürger auf den Straßen von Leipzig und Dresden ihrer Staatsspitze dasselbe Ultimatum stellten und mit einer massenhaften Flucht zunächst den Fall der Mauer, dann den Sturz Erich Honeckers und schließlich die Wiedervereinigung erzwangen.
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Wer ein bisschen nachdenkt, wird schnell feststellen, dass der exorbitante Anstieg der Flüchtlingszahlen im laufenden Jahr nichts mit zunehmender Not und Bedrängnis in den Herkunftsländern zu tun hat: Es ist 2015 kein Krieg neu ausgebrochen, den es nicht schon in den Vorjahren gegeben hätte – außer im Jemen, von wo aber kaum Asylbewerber kommen. Auch gab es keine Naturkatastrophen oder ökonomischen Zusammenbrüche – die Wirtschaft im Nahen Osten ist so schlecht wie eh und je, in Ägypten gibt es sogar einen kleinen Aufschwung. Dass die Menschen nicht von anderen zu uns getrieben, sondern vielmehr von unserer eigenen Regierung gelockt werden, ergibt sich schon allein aus der Tatsache, dass etwa die Hälfte aller in der EU Ankommenden gezielt nach Deutschland wollen (Wobei dies der Anteil im ersten Halbjahr 2015 ist; seit dem Auguststurm dürfte der Prozentsatz stark gestiegen sein). Der wichtigste Pull-Faktor ist allgemein bekannt: Mit Ausnahme von Dänemark und Schweden erhält ein Asylbewerber nirgends soviel Geld wie in Deutschland. Es dürfte sich zwischen Tripolis und Kobane ebenfalls herumgesprochen haben, dass der Satz am 1. März dieses Jahres auf nunnmehr knapp 360 Euro pro Monat deutlich angehoben wurde und dass in überlasteten Kommunen wie Berlin gleich drei Raten im voraus gezahlt werden.
Damit nicht genug: Als die Ungarn dank eines neuen Zauns ihre Grenze gerade neu befestigt hatte, fiel ihnen Merkel in den Rücken: Am 24./25. August ließ die Bundesregierung durchblicken, dass Deutschland Syrer künftig auch dann als Asylbewerber anerkennen werde, wenn sie über ein anderes Land einreisten – ein klarer Bruch des Dublin-Abkommens, das eine Registrierung jeweiligen Ankunftsstaat festlegt. Damit hatte Merkel die Syrer „an den gedeckten Tisch eingeladen“ (Premier Viktor Orban). Die unmittelbare Folge: Am 26. August wurde die ungarische Südgrenze erstmals großflächig überrannt, Tausende brachen aus Auffanglagern aus und machten sich auf den Weg nach Budapest. Ein schwunghafter Handel mit syrischen Ausweispapieren, echten und gefälschten, setzte ein – Emigranten jeder Nationalität sahen sie als Eintrittskarte für das gelobte Land.

Bemerkenswert waren auch die Worte, die Merkel zu den kriminellen Schleppern fand. Als am 27. August 71 qualvoll erstickte Flüchtlinge in einem Kühlwagen auf einer österreichischen Autobahn entdeckt wurden, war sie von dieser „entsetzlichen Nachricht“ zwar furchtbar betroffen. Aber ihre Analyse des Verbrechens war skandalös: Die Menschen hätten sterben müssen, „weil sich Schlepper um die ihnen anvertrauten Leben“ nicht „gekümmert“ hätten. Als ob das nicht eiskalte Killer wären, die für den Maximalprofit über Leichen gehen – sondern unvorsichtige Helfer, die ihrer Obhutspflicht nicht nachkommen! Ihre sensible Wortwahl in diesem Fall muss man vergleichen mit dem Fluch, den sie gegen ihre andersdenkenden Landsleute schleudert: „Keine Toleranz“ fordert sie da nämlich nicht nur gegenüber Gewalttätern, sondern auch gegenüber friedlichen Demonstranten.
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Auch als der Zustrom am ersten Septemberwochenende alle Rekorde brach, schaltete Merkel den „großen Magneten“ (Die Presse, Wien) nicht ab. Ganz im Gegenteil: Sie verbreitete noch mehr pausbäckige Zuversicht („Wir schaffen das“) und ließ für 2016 zusätzliche sechs Milliarden (zu den im laufenden Jahr bereits über zehn Milliarden) Euro Steuergelder für die Flüchtlingsindustrie ltöpfe bewilligen. Asylbewerber aus dem Westbalkan sollen zwar künftig abgewiesen werden – aber dafür wurde ihnen Zugang zum Arbeitsmarkt in Aussicht gestellt. Vizekanzler Sigmar Gabriel verkündete, Deutschland könne 500.000 Flüchtlingen pro Jahr auch künftig verkraften. Warum aber sollte es angesichts gedeckter Tische bei einer halben Million bleiben?
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Der Spiegel begrüßt die Massenzuwanderung als Treibkraft einer Umerziehung: 
„Die Massen sind eine Belastung; aber auch eine Chance. Sie zwingen das Land, weltoffener zu werden, großzügiger – und ein bisschen chaotisch.“
Zielpunkt für ein „neues Nationalkonzept“ ist die „Rainbow Nation“ – ein Begriff, mit dem sich Südafrika selbst definiert. Soll das wirklich unser Vorbild sein – eine tiefgreifend zerrissene Gesellschaft, die eher multikriminell als multikulturell ist? Der Spiegel räumt salopp ein, das Konzept „funktioniert dort nicht sonderlich gut, das muss man zugeben. Aber deshalb ist die Idee nicht schlecht“.
Auch Bundespräsident Joachim Gauck will „die Nation neu definieren“. Er hält es für einen Vorteil, „wenn sich noch mehr Menschen als bisher von dem Bild einer Nation lösen, die sehr homogen ist, in der fast alle Menschen Deutsch als Muttersprache haben, überwiegend christlich sind und hellhäutig“. Letztere verkörpern für Gauck vermutlich das böse „Dunkeldeutschland“.
Es kommt einem in den Sinn, was Bertolt Brecht nach dem 17. Juni 1953 der SED-Führung hinterherspottete: „Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“
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