Lesben Freidhof

.. oder
wie krank die Deutschen wirklich sind.
Schildbürger 1. Klasse 

[...]
In Berlin ist der erste Friedhof nur für Lesben entstanden. Eine Stiftung betreibt ihn, die Macherinnen wollen von einer postmortalen Ausgrenzung nichts wissen: Es gehe darum, sichtbarer zu werden.

Astrid Osterland hat sich schon ein Grab reservieren lassen. Sie ist Mitglied der Stiftung, ohnehin erhalten in den ersten drei Jahren nur Sappho-Frauen einen Zuschlag. "Der Friedhof soll Lesben auch nach dem Tod einen geborgenen Ort des Wohnens schaffen", sagt sie. Sie steht auf dem Sandweg, für die Feier hat sie eine bunte Blumenhose angezogen.
Im Tod sind alle gleich, sagt man. Und dass das auch für das Leben gilt, ob homosexuell, bisexuell oder heterosexuell, ist längst bei der großen Mehrheit der Menschen angekommen. Kein Wunder, dass die wohl meistgestellte Frage an die Beteiligten des Lesbenfriedhofs ist: Wieso diese selbstgewählte Ausgrenzung? Osterland reagiert mit einem Hinweis: "Dieses Gelände hat keinen Zaun." Später, wenn hier Gräber stehen, sollen Menschen herkommen, nicht nur Angehörige, auch Männer. Sie sollen diesen Ort besuchen, um die lesbischen Frauen zu ehren. [...]  
Friedhof für Lesben in Berlin eröffnet - SPIEGEL ONLINE

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen....
Lesben eröffnen ihren eigenen Friedhof. 
Nicht zur Abgrenzung - nein, zum "sichtbar Werden".
"Meine Generation hat für die Rechte der Lesben gekämpft. Es ist endlich an der Zeit, dass auch wir einen eigenen Friedhof bekommen."

Erweitern wir diese Gedankengülle doch mal um ein paar fiktive Szenarien...
Würde ein katholischer Bischof fordern, Lesben gesondert zu bestatten, wie würde die Gesellschaft reagieren und was würde der Spiegel schreiben?
Wird man eigentlich sichtbar, in dem man sich gesondert bestatten lässt? 

Die konsequente Fortführung wären lesbische Stadtviertel mit lesbischen Läden, Bibliotheken...

Einerseits fordern solche Leute also die ultimativ egalitäre Gesellschaft mit Unisex-Toiletten, um niemanden auszugrenzen, andererseits will man sich hier ganz bewusst absondern, um der nächsten Generation im Bewusstsein zu bleiben. 
Demonstrieren solche Spinner eigentlich auch gegen ein Soldatendenkmal?
Ist ein Tod für das Vaterland für sie weniger wert als lesbisch gestorben zu sein?
Man deklariert Menschen eben nur so lange als gleich, wie man sich selbst dadurch aufwerten oder einen Nutzen daraus ziehen kann. 
Und die drohende Gewissheit, in der grauen Masse der Toten unterzugehen wie jeder andere auch, bringt Lesben in ihrer Geltungssucht offenbar auf kreative Gedanken.